Mit dem REWE Green Farming Berlin entstand ein Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Bauen und Lebensmittelproduktion. Im Gegensatz zu konventionellen Supermärkten prägt vor allem Holz die Architektur. Insgesamt wurden rund 1.800 m³ heimisches Nadelholz verbaut, das langfristig mehr als 930 Tonnen CO₂ speichert. Die modulare Bauweise ermöglicht zudem die spätere Demontage und Wiederverwendung der Bauteile und stärkt damit die Kreislaufwirtschaft. Ein Merkmal ist die vom britischen Büro ACME entworfene Tragkonstruktion. Insgesamt 72 massive Holzstützen mit einer Höhe von fast sieben Metern tragen die markante, gewölbeartige Dachkonstruktion. Gemeinsam mit den großzügigen Glasflächen entsteht eine offene und einladende Atmosphäre. Die Stützen mit einem Querschnitt von 48 × 48 cm wurden auf der Baustelle millimetergenau montiert. Auf dem Dach befindet sich eine rund 2.760 m² große Gewächshausanlage von ECF Farmsystems. Dort werden jährlich über 900.000 Salatmischungen in einem vollautomatisierten hydroponischen System angebaut und auf kurzen Wegen an REWE-Märkte in der Region geliefert. Auch statisch stellte das Projekt hohe Anforderungen. Bewegungen und Durchbiegungen von bis zu vier Zentimetern mussten sowohl horizontal als auch vertikal berücksichtigt werden. Die Tragwerksplanung umfasste rund 8.000 Seiten sowie zahlreiche weitere Anlagen und Dokumentationen.